Seit 01.01.2017 bin ich religionslos.
Bis dorthin war es ein langer innerer Kampf, verbunden auch mit vielen Diskussionen mit Familie und Freunden.
Ich wurde 1990 im katholischen Teil Bayerns geboren, getauft, tat Buße, erhielt die Erstkommunion (und damit die Eucharistie) und wurde gefirmt. Meine Eltern sind und waren zum Glück nie übermäßig religiös, bzw. drängten mir ihren Glauben nicht auf. Die Aussage meiner Mutter lautete stets: "Taufe, Kommunion und Firmung machst halt mit, damit net (nicht) so auffallst. Ob dann in der Kirch' heiratst ist dir überlassen, da bist dann alt genug."
Immer noch in vielen Teilen Bayerns darf man alles, solange es keinem auffällt oder man nicht darüber spricht. Zum Auffallen zählen alle Arten des Andersseins, also alles das anders ist, als die dort vorherrschende Norm, weil man das "scho immer so gmacht hat".
Bei meiner Taufe, meiner ersten Beichte, Kommunion und den ersten Abendmahlen besaß ich noch nicht die geistige Reife um den vollen Umfang des Geschehens und der verliehenen Sakramente zu verstehen. Erst mit 13, kurz vor der Firmung, wurde mir klar was dies bedeutete. Ich nahm meine Verpflichtung damals sehr ernst. Ich betete und hoffte auf Erlösung meines Leidens. Vor allem hoffte ich kurzzeitig, dass Gott die Kirche niederbrennt, damit ich nicht wieder in den Beichtstuhl muss um dem Pfarrer meine Sünden zu beichten...
Ich war eine dieser leidenden Teenager, weshalb ich hoffte, dass Gott mir das Leben leichter machen würde und wenn er das nicht könnte, dass mir die Gebete zumindest helfen würden um besser mit mir zurecht zu kommen. Tja, tatsächlich geschah natürlich - nichts. Irgendwann ließ ich dann die Gebete deshalb auch wieder. In die Kirche bin ich, trotz meiner Phase intensiveren "Glaubens", nie oft gegangen, da ich schon immer der Meinung war, dass man keine Kirche braucht um an einen Gott zu glauben, denn Gott ist ja angeblich überall und sieht alles, zudem hat mir gemeinschaftliches herunterleiern der immer selben Gebete und gleichen Abfolgen nie gefallen. The same procedure as every time...
Fortsetzung folgt...
Ich war eine dieser leidenden Teenager, weshalb ich hoffte, dass Gott mir das Leben leichter machen würde und wenn er das nicht könnte, dass mir die Gebete zumindest helfen würden um besser mit mir zurecht zu kommen. Tja, tatsächlich geschah natürlich - nichts. Irgendwann ließ ich dann die Gebete deshalb auch wieder. In die Kirche bin ich, trotz meiner Phase intensiveren "Glaubens", nie oft gegangen, da ich schon immer der Meinung war, dass man keine Kirche braucht um an einen Gott zu glauben, denn Gott ist ja angeblich überall und sieht alles, zudem hat mir gemeinschaftliches herunterleiern der immer selben Gebete und gleichen Abfolgen nie gefallen. The same procedure as every time...
Fortsetzung folgt...
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